Mehr regionale Rohwaren und bessere Möglichkeiten für einen virtuellen Dialog. Die Coronakrise wird zu nachhaltigeren Gewohnheiten in der Baubranche führen. Es ist wichtig, dass alle die positiven Erfahrungen eines ansonsten eher traurigen und tragischen Zeitraums weiterhin nutzen. 

Monate mit Schließungen haben deutlich gemacht, wie viele Branchen vom globalen Handelsverkehr abhängig sind. Die letzte Zeit hat aber auch Innovation und neue Verhaltensmuster zum Vorschein gebracht. Indem wir das Beste daraus in die Zukunft mitnehmen, kann die Baubranche zu einer umweltbewussten Umstellung beitragen. Troldtekt konnte einige der Vorstellungen, über die wir vor der Coronakrise nachgedacht haben, bestätigen und überprüfen.

Regionale Rohwaren stellen die Versorgung sicher

Lassen Sie mich mit der Bestätigung beginnen: Troldtekt produziert und vertreibt Akustikplatten für die Architektur, und unsere Strategie gründet sich auf das nachhaltige Designkonzept Cradle to Cradle. In der Praxis wollen wir wettbewerbsfähig sein, indem wir verantwortungsbewusst, transparent und innovativ handeln – und nicht, indem wir so billig wie möglich einkaufen und produzieren. Das bedeutet, dass wir unsere Rohwaren regional einkaufen. Wir produzieren unsere Platten in Dänemark mit Holz aus dänischen Wäldern und Zement aus dem dänischen Boden. Durch die Nähe zwischen Lieferanten und Fabrik können wir Transporte über lange Strecken vermeiden. Das ist gut für die Umwelt. Die letzten Monate haben gezeigt, dass regionale Rohwaren eine wesentlich höhere Versorgungssicherheit bieten. Wir waren nicht darauf angewiesen, auf Rohwaren aus Russland oder Asien zu warten, und konnten daher trotz des Lockdowns wie üblich produzieren und liefern – selbstverständlich mit Verhaltensmaßnahmen bezüglich Hygiene und Abstand. Umgekehrt macht die Coronakrise die Anfälligkeit von Systemen deutlich, die von langen Versorgungsketten abhängig sind.

Virtuelle Meetings sind gekommen, um zu bleiben

Sehr überraschend war es für uns, eine ganz neue Meetingkultur in der Branche zu erleben, in der Händedruck und Besprechungen vor Ort die Normalität
waren. Unsere Vertriebsorganisation in Deutschland und die Architekten, mit denen wir im Gespräch sind, haben im Home-Office gearbeitet. Dennoch standen zahlreiche gewinnbringende Gesprächstermine im Kalender – virtuell über Teams und Zoom. Hier bei Troldtekt freuen wir uns natürlich darauf, Architekten, Bauunternehmer und Händler erneut besuchen zu können. Aber wir werden auch die digitalen Gewohnheiten beibehalten, ebenso wie wir die Durchführung von Webinaren planen. Nicht alle Arten von Besprechungen und Konferenzen erfordern lange Reisen im Auto, Zug oder Flugzeug. Auch wenn die Coronakrise traurig und tragisch ist, so ist es wichtig, die positiven Erfahrungen mit in die Zukunft zu nehmen. Wir müssen den Blick für die Vorteile öffnen, die mit der Nutzung regionaler Lieferanten und virtueller Meetings verbunden sind. Das verleiht uns Transparenz und mehr Zeit – und ist Rückenwind für die umweltbewusste Umstellung. 

Von Peer Leth, Geschäftsführer
Troldtekt GmbH
www.troldtekt.de

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