China

Nanjing – Die Stadt der Kaiser

 

Nanjing, die Provinzhauptstadt Jiangsus, ist eine von Chinas historischen Kaiserstädten und diente bereits sechs Dynastien als Hauptstadt. Besucher erleben eine reiche Geschichte und vielfältige Sehenswürdigkeiten: von den prächtigen Zinnen der historischen Stadtmauer bis zur beeindruckenden Ruhestätte des Gründervaters des heutigen Chinas, Sun Yat-sen – der historischer Charme der Stadt ist heute noch an vielen Orten zu spüren.

Nanjing liegt am Unterlauf des Yangtze, nur knapp zwei Stunden von Shanghai entfernt und eignet sich somit hervorragend für einen Ausflug von ein bis zwei Tagen. Reisende können


Sehenswürdigkeiten in Nanjing

Die historische Stadtmauer

Nanjing ist eine der wenigen Städte Chinas, deren ursprüngliche Stadtmauer erhalten ist. Dieses historische Wahrzeichen aus dem 14. Jahrhundert ist ein Symbol für Nanjings Zeit als Hauptstadt der Ming-Dynastie zwischen 1368 und 1421.

In ihrer ursprünglichen Form war die alte Stadtmauer 35 Kilometer lang und galt als eine der längsten weltweit. Heute sind noch etwa 25 Kilometer erhalten. Sechs Abschnitte können besichtigt und begangen werden.

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Das Sun Yat-sen Mausoleum

Das Mausoleum des ersten chinesischen Präsidenten Sun Yat-sen liegt auf dem Purpurberg im Osten Nanjings in einem über 80.000 Quadratmeter großen Park und ist von üppigem Wald umgeben. Auf einer Nord-Süd-Achse am Hang eines 73 Meter hohen Hügels können der Torbogen, das Mausoleumstor, der Grabsteinpavillon und die Gedenkhalle des Wahrzeichens besichtigt werden.

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Die Ming-Gräber

Das Mausoleum des Gründungskaisers der Ming-Dynastie, Zhu Yuanzhang und seiner Frau Ma, ist eine der größten kaiserlichen Grabstätten in China und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Das 1,7 Quadratkilometer große Grab befindet sich in einer malerischen Umgebung, in der je nach Saison verschiedene einheimische Pflanzen eine atemberaubende Kulissen bilden: Im Frühling kann man die Pflaumenblüte, im Herbst die Ginkgo- und Ahornbäume bewundern.

Der berühmteste Teil des 600 Jahre alten Grabmals ist der 800 Meter lange Seelenweg: Vier Kriegerpaare und zwölf Tierpaare aus Stein wachen hier über den verstorbenen Kaiser.

Der Konfuzius-Tempel

Der Konfuzius-Tempel wurde erbaut, um den großen chinesischen Denker zu ehren und seine Philosophie zu studieren. Der als auch Fuzi Miao bekannte Schrein ist seit seiner Gründung im Jahr 1034 ein lokales Kulturzentrum.

Highlight des Tempels ist eine massive Konfuzius-Statue aus Bronze, die über vier Meter hoch und zweieinhalb Tonnen schwer ist.

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Jiangsu – Chinas reiche Wasserprovinz

 

Die Provinz Jiangsu befindet sich an der chinesischen Ostküste und grenzt an die Stadt Shanghai. Hier befindet sich auch das fruchtbare Delta des Jangtsekiang, des längsten Flusses Asiens, der nach knapp 6.400 Kilometern ins Ostchinesische Meer gründet. Der Fluss bildet hier ein riesiges, fruchtbares Delta. Diese einzigartige Lage hat nicht nur wunderschöne Landschaften und Kulturbräuche geschaffen, sondern auch zum wirtschaftlichen Erfolg der Provinz stark beigetragen: 2018 lag der Beitrag Jiangsus zur gesamtchinesischen Wirtschaft bei 10,3 Prozent – damit ist die Provinz eine der reichsten in China. Eines der größten Highlights ist die Provinzhauptstadt Nanjing.

Suzhou- Das Venedig des Ostens

Suzhou liegt auf halbem Wege zwischen Nanjing und Shanghai und ist im Yangtze Delta erbaut. Die Stadt ist durchzogen von Kanälen und Seen, auf denen bunte Boote umherfahren. Dieses außergewöhnliche Stadtbild hat ihr den Namen „Venedig des Ostens“ eingebracht. Um Suzhou liegen auch viele sogenannter „Wasserdörfer“, die auf Stelzen gebaut wurden und statt Straßen Kanäle besitzen.

Doch nicht nur für seine Kanäle ist Suzhou berühmt. Die Stadt besitzt mehr als 60 klassische chinesische Gärten, die teilweise seit vielen hundert Jahren bestehen. Die Gärten sind Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Die berühmtesten unter ihnen sind der „Garten des Bescheidenen Beamten“ und der „Garten des Verweilens“.

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Yangzhou – Stadt des Kaiserkanals

Der Kaiserkanal ist die längste, von Menschen geschaffene, Wasserstraße der Welt. Er verbindet den Gelben Fluss und den Yangtze und mit seinem Bau wurde teilweise bereits vor 2.500 Jahren begonnen. In Yangzhou ist der Kaiserkanal so prominent wo kaum sonst in China. Der Kanal führt mitten durch die Stadt und ist beeindruckend anzusehen.

Yangzhou bietet außerdem noch weitere wunderschöne Sehenswürdigkeiten: Der Schmale Westsee ist umgeben von einem Park mit Tempeln, Brücken und Pagoden und der uralte Ge-Garten ist landesweit für seine raffinierten Darstellungen der vier Jahreszeiten bekannt.

Xuzhou – Uralte Hauptstadt

Xuzhou, im Norden Jiangsus, war der Regionalhauptstadt während der Han-Dynastie, des zweiten chinesischen Kaiserhauses nach Gründung des Reiches, und ist die älteste Stadt in Jiangsu. Die Kaiser der Han-Dynastie läuteten ein goldenes Zeitalter ein, das vier Jahrhunderte überdauerte. Deswegen heißt sogar die dominante Volksgruppe in China „Han“-Chinesen.

Die Kaiser der Han-Dynastie bauten hier die einzige Terrakottaarmee außerhalb Xi‘ans, die zwar nicht so groß wie diese, allerdings viel besser zu besichtigen ist.

Reiche Landschaften

Jiangsu profitiert von seiner Nähe zum Wasser – einerseits durch seine Küstenlage, andererseits durch das verzweigte Yangtze Delta. Das Wasser hat die Landschaft überall geformt. Bei der Stadt Wuxi liegt der zweitgrößte See Chinas, der Tai-Hu, der mit seinen Kirschbäumen und verspielten Parks besticht.

Die Yancheng Küstenfeuchtgebiete bieten zahlreichen Tieren (bspw. dem chinesischen Nationalvogel, dem Mandschurenkranich) ein Zuhause. An der übrigen Küste können Besucher spektakuläre Gezeitenwechsel (Nantong) oder hohe Felsen, die über dem Meer aus dem Nebel tauchen, erleben.

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News aus Nanjing

Flughafen Nanjing Lukou eröffnet Terminal Eins nach Renovierung neu

Frankfurt am Main, 20. August 2020 – Am 29. Juli 2020 wurde Terminal Eins des Nanjing Lukou International Airport feierlich wiedereröffnet. Im Terminal Eins können Fluggäste nun vom Check-in bis zum Sitz im Flugzeug ein papier- und kontaktloses Boarding in Anspruch nehmen.
Das Highlight des neu gestalteten Terminals ist die Möglichkeit des papier- und kontaktlosen Self-Boarding vom Check-in bis zum Flugzeugsitz. Passagieren stehen 30 Self-Service Check-in Schalter zur Verfügung, 10 automatisierte Gepäckaufgabemaschinen, neun automatisierte Sicherheitskontrollen und vier Gates mit Gesichtserkennungstechnologie zur Verfügung. Darüber hinaus kann, nach Angaben der Tageszeitung Nanjing Daily, die Qualität des gesamten Innenraumklimas von Terminal Eins dank 174 Echtzeit-Temperatur- und Feuchtigkeitssensoren kontrolliert und reguliert werden.
Terminal Eins wurde zum 2014 zum Umbau geschlossen, nachdem Terminal Zwei pünktlich zum Beginn der Olympischen Jugendspiele 2014, die in Nanjing ausgerichtet wurden, eröffnete. Gegenwärtig werden in Nanjing Lukou jährlich mehr als 30 Millionen Passagiere abgefertigt. Mit der Wiedereröffnung von Terminal Eins soll das Luftfahrtdrehkreuz ein jährliches Passagieraufkommen von mehr als 50 Millionen Fluggästen erreichen. In Zukunft soll Terminal Eins ausschließlich für Inlandsflüge genutzt werden, während Terminal Zwei internationale Flüge, sowie die Inlandsflüge von China Eastern Airlines und ihren Tochtergesellschaften abfertigen wird. Von Frankfurt am Main aus fliegt Lufthansa Nanjing Lukou drei Mal pro Woche an.

Nanjing – Die Stadt der sechs Dynastien
In der Sechs-Millionen-Einwohner-Metropole im Yangtze-Delta, rund 300 Kilometer von Shanghai entfernt, wird Besuchern ein reichhaltiges Kulturerbe präsentiert. Die Region ist bereits seit über 5.000 Jahren besiedelt und wurde von sechs Kaiserdynastien als Hauptstadt ausgerufen. Auch heute können Besucher noch Zeuge dieser langen Geschichte sein: von der längsten Stadtmauer der Welt, über das beeindruckende Mausoleum Sun Yat-sens, des ersten Präsidenten von China, bis hin zum Konfuziustempel, der seit fast 1.000 Jahren ein beliebtes Kulturzentrum darstellt, präsentiert sich Reisenden ein beeindruckendes Mosaik aus Kultur, Geschichte und Natur.

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