Israel: Auf dem Weg in Richtung nachhaltige Zukunft

Israel: Auf dem Weg in Richtung nachhaltige Zukunft

Elektrostraßen zum kontaktlosen Laden von e-Bussen während der Fahrt, dieselfreie Städte und verpackungsfreie Strände: Israel-Urlauber profitieren künftig von emissionsarmer Mobilität und nachhaltiger Stadtplanung

Berlin, 24. September 2020. Die israelischen Urlaubsorte Tel Aviv, Jerusalem, Haifa und Eilat fokussieren sich zunehmend auf den Klima- und Umweltschutz und machen die Städte damit in den kommenden Jahren noch attraktiver für Reisende. So wird sich das Land dem Reisenden nach der Wiederöffnung des Tourismus noch schöner präsentieren.

Dieselfrei und elektrifiziert in der Stadt – Pilot- und Leuchtturmprojekte

Die Hafenstadt Haifa im Norden des Landes machte 2018 als erste israelische Stadt den Anfang in Richtung „Clean Air City“ und Niedrigemissionszone (low emission zone, LEZ), um die örtliche Luftverschmutzung nachhaltig zu reduzieren. Mit Jerusalem und Tel Aviv zogen in diesem Jahr zwei zweitere Metropolen nach. In der Mittelmeermetropole TelAviv soll bereits in wenigen Monaten das Diesel-Fahrverbot für Euro-4-Fahrzeuge, ausgenommen Privatfahrzeuge, im gesamten Stadtgebiet durchgesetzt werden. Zusätzlich werden in einem zweiten Schritt ausgewählte Bezirke nur noch für Fahrzeuge der Euro-6-Norm zugelassen sein. In Jerusalem wurde die erste Phase des Projekts

„Clean Air City“ im Februar 2020 eingeleitet, die zweite Phase startete nun im September.

Einzigartig in Israel ist das Pilotprojekt zu Elektrostraßen, dass Tel Aviv in Zusammenarbeit mit ElectReon und dem Busunternehmen Dan Bus Company ins Leben gerufen hat. Das israelische Startup ElectReon legt Elektrostraßen an, die ein induktives Aufladen von e-Bussen während der Fahrt ermöglichen – Ladestopps und Oberleitungen sind somit überflüssig. Das Unternehmen kooperiert bereits in Deutschland mit dem Energiekonzern EnBW in Karlsruhe. Der Pilot, der erste seiner Art in Israel, wird auf der viel befahrenen Strecke zwischen dem Bahnhof der Universität Tel Aviv und dem Klatzkin-Terminal in Ramat Aviv auf einer zwei Kilometer langen Strecke mit 600 Metern elektrischer Straße durchgeführt. Als weitere Maßnahme in Richtung emissionsfreie Zukunft verdoppelt Tel Aviv außerdem bis zum Jahr 2025 seine Radwege und richtet elf neue Fußgängerzonen ein. Israel macht damit weitere wichtige Schritt in Richtung urbane Nachhaltigkeit und emissionsarme Mobilität, die sowohl Reisenden als auch der einheimischen Bevölkerung langfristig zugutekommen.

Weg von Wegwerfprodukten

Umweltbewusst zeigen sich Tel Aviv, Haifa und Jerusalem auch mit dem Projekt „Plastic Free Israel“, einer Initiative, die sich für die Reduzierung von Einwegverpackungen einsetzt und

regelmäßige Müllsammelaktionen ins Leben ruft. So wurden bereits Ende Augst am Strand von Hapirza nahe Tel Aviv 360 kg Müll von freiwilligen Helfern aufgesammelt. Bereits 2019 förderte Tel Aviv mit dem Verbot von Einwegplastik in Kindergärten und Nachmittagsbetreuungen die Nachhaltigkeit in städtischen Bildungseinrichtungen. Der Gemeinde wurden individuelle Lunchpakete mit wiederverwertbarem Besteck, Mehrzweckbehälter für Mittagessen und Geschirrspüler zur Verfügung gestellt. Auch der Badeort Eilatam Roten Meer sprach sich im letzten Jahr für ein Verbot von Einwegverpackungen an Stränden aus, ganz gleich, ob aus Plastik, Aluminium, Pappe oder Papier, um die Natur langfristig zu schützen und zu bewahren. Das wachsende Bewusstsein Israels für die natürlichen Ressourcen des Landes sorgt somit dafür, dass Reisende künftig noch sauberere Städte und Strände vorfinden werden.

Nachhaltigkeit in Israel – ökologisch, gesellschaftlich und touristisch

In der israelischen Bevölkerung ist der Nachhaltigkeitsgedanke allgemein sehr stark verankert. Das Land ist international Vorreiter in zukunftsweisenden Entwicklungen, technologischen und gesellschaftlichen Trends: Viele Startups, die sich mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigen, entwickeln Lösungen für ressourcenschonende Landwirtschaft wie die Technologie, die Wasser aus Luft gewinnt – hiervon profitieren weltweit bereits viele aride Gebiete, die wie Israel großenteils aus Wüste bestehen. Auch in puncto Ernährung und Lebensstil geht Israel in vielerlei Hinsicht voran: So gilt es mittlerweile als das veganste Land der Welt, denn zwischen fünf und acht Prozent der Bevölkerung ernähren sich ganz ohne tierische Produkte. Dies entspricht mehr als 450.000 Einwohnern. Die Mittelmeermetropole Tel Aviv hat mit seinen mehr als 400 veganen Restaurants bereits den Ruf als „Welthauptstadt der Veganer“ erworben. Ökologische und gesellschaftliche Nachhaltigkeit schlagen sich auch im Bereich der Stadtplanungnieder: Im Zuge des Strategieplans Tel Aviv-Yafo 2030 hat die Umwandlung von bestehenden Bürogebäuden zu Hotels Vorrang vor dem Neubau. In Jerusalem hat man die Altstadt, Teil des UNESCO-Weltkulturerbes, großenteils barrierefrei gemacht und mit der App AccessibleJLM eine Lösung für Sehbehinderte entwickelt. Die GPS-gesteuerte multilinguale App navigiert sie in Echtzeit durch die alten Gassen und ermöglicht einen einfachen Zugang zu den Sehenswürdigkeiten.

Allgemeine Informationen über das Reiseland Israel finden sich unter https://goisrael.com.

Bild von Christine Schmidt auf Pixabay


Israels Landschaften und Nationalparks

Die Elemente spüren im Bann von Wasser, Wildnis und Wüste

Berlin, 19. August 2020. Israel fasziniert durch eine kontrastreiche Landschaft auf kleinem Raum: Mit einer Fläche von nur rund 22.145 Quadratkilometern ist das Land im Nahen Osten gerade mal so groß wie das Bundesland Hessen. Auf so kleiner Fläche fasziniert Israel mit vielfältiger Vegetation, die sich in der Bandbreite seiner 66 Nationalparks widerspiegelt. Wer im Einklang mit den Elementen diese Naturschauplätze der Nationalparks kennenlernen möchte, findet hier hilfreiche Tipps und Inspirationsquellen:

Israels Nationalparks: Vielfältige Vegetation auf kleinem Raum

Üppig grüne, hügelige Landschaften, mediterrane Küstenebenen, Schluchten mit Wasserfällen und bunte Korallenriffe wechseln sich mit wüstenartigen, kargen Landschaften und bizarren Felsformationen ab. Die Topografie der Naturschutzgebiete stellt einen Lebensraum für über 3.000 unterschiedliche Pflanzen, rund 350 Vogel-, 100 Säugetier- und 100 Reptilienarten dar. Die Wüstenlandschaft des Timna Nationalparks mit meterhohen grotesk anmutenden Sandsteinformationen reizt dabei ebenso wie der geschichtsträchtige, von beeindruckenden Kalksteinhöhlen geprägte Bet Guvrin National Park im Süden des Landes. Einen Kontrast dazu bietet das sattgrüne, fruchtbare Naturreservat Majrase im Norden des Landes, das zu einer erfrischenden Wasserwanderung im Schatten der Bäume einlädt. Die Israel Nature and Parks Authority hat es sich zur zentralen Aufgabe gemacht, diese einzigartige Natur einschließlich ihrer mannigfachen Lebensräume, Ökosysteme sowie die Pflanzenund Tiervielfalt in Naturschutzgebieten, Nationalparks und Freiflächen zu schützen. Gleichzeitig organisiert sie für Besucher Aktivitäten und Angebote mit Rücksicht auf die einheimische Flora und Fauna: wie ein Treffen mit einem Ranger, der Besucher zu versteckten Natur-Highlights in den Nationalparks führt und außergewöhnliche Tierarten vorstellt. Mit dem Israel Pass gibt es freien Eintritt zu den Nationalparks. Lohnenswert sind auch die inspirierenden, individuellen Touren, von anspruchsvollen Bike-Trails, Wüsten-Night-Shows und organisierten Trekking-Touren bis hin zu Camping in der Wüste, die ein unvergessliches Erlebnis in Israels Nationalparks möglich machen. Weitere Informationen zu den Nationalparks in Israel finden sich unter: www.parks.org.il/en/about/ www.parks.org.il/en/new/international-ranger-exchange-produces-first-results/

Die Wüste Negev: Timna Nationalpark

Archaische Landschaften mit gewaltigen Felskolossen erwarten Besucher im Timna Nationalpark in der Negev-Wüste: Die skurrilen Steinformationen, die vor Urzeiten entstanden, sind echte Hingucker. Das wohl bekannteste Gebilde im Park ist ein riesiger Sandsteinfels, der wie ein rot leuchtender Pilz („The Mushroom“) aus der Wüstenlandschaft heraussticht. Imposant sind auch die Säulen Salomons: Diese hochstrebenden Sandsteingebilde wirken so makellos wie ein architektonisches Meisterwerk vergangener Zeiten. Tatsächlich sind sie durch Erosionen auf natürliche Weise entstanden, im oberen Teil finden sich Inschriften ägyptischen Ursprungs. Lohnenswert sind Yogaworkshops, die Besuchern die archaische Wüstenlandschaft durch innere Einkehr und bewusstes Erleben näherbringen. Alljährlich im November findet vor dieser erhabenen Kulisse das Yoga Arava Festival statt.

Kulturfans können antike Wandmalereien und Kupferminen bestaunen, die bei den alten Ägyptern zur Rohstoffgewinnung dienten. Ein besonderer Tipp: Es lohnt sich, Sand aus den unterschiedlichen Orten des Wüstentals zu sammeln, am Ende ergibt sich eine bunte Mischung erdfarbener Sandarten, ein hübsches Mitbringsel. Am Eingang des Parks erhalten Besucher zahlreiche Informationen zu verschiedenen Routen durch den Park und Hinweise zu besonders interessanten Plätzen. Ein Ausflug rentiert sich nicht nur tagsüber: Besonders empfehlenswert sind auch die Ausflüge zum Sonnenuntergang, hier breitet sich eine ruhige, friedliche Atmosphäre über den Park aus.

Für Outdoor- und Naturfans entpuppt sich die farbenprächtige Wüste Negev mit ihren 250 Millionen alten Felswänden als wahrer Erlebnisort: Zahlreiche Führungen werden durch das facettenreiche Naturreservat angeboten. Ob zu Fuß, mit dem Mountainbike oder mit einer aufregenden Spritztour im Jeep, für ein paar Stunden oder sogar mehrere Tage, die Möglichkeiten zur Erkundung der Wüstenlandschaft sind vielfältig. Auf den geführten Touren begegnen Besucher auch immer wieder Beduinen und Kibbutzbewohnern, die Geschichten aus ihrem Alltag in der Wüste erzählen. Mit 360 Sonnentagen im Jahr ist die Wüste zudem ein idealer Winterfluchtort.

Weitere Informationen zur Negev-Wüste finden sich unter www.goisrael.com/area/negev und zum Wandern durch Israel unter https://hike-israel.com.

Das Naturreservat Majrase-Beteha: Wasserwandern in sattgrüner Landschaft und Baden in natürlichen Pools Das Kontrastprogramm zur kargen Wüstenlandschaft bildet ein Ausflug in das grüne fruchtbare Naturreservat Majrase-Beteha im Norden des Landes. Ein spritziges Erlebnis ist die Majrase Wasserwanderung neben dem See Genezareth, die an einem heißen Tag eine willkommene Abkühlung verschafft. Im Naturschutzgebiet gibt es unterschiedliche Tiefen im kristallklaren Wasser: Der Strom fließt von der Hochebene der Golanhöhen durch das Gamla-Naturreservat und die westlichen Hänge der Höhen hinunter und in den See Genezareth, der in Israel als See Kinneret bekannt ist. Die etwa 800 Meter lange Tour beginnt in niedrigem, knöcheltiefem Wasser, das zum Ende hin tiefer wird. Schließlich laden natürliche Pools zum Baden ein. Die Wassertiefe ist deutlich gekennzeichnet.

Auf dem Weg begegnen aufmerksame Wanderer Tieren wie Schildkröten oder roten Libellen. Ausgewiesene Picknick-Plätze laden nach dem Wasserspaß zum Verweilen ein. Zurück können Besucher über einen Fußweg laufen, ohne durchs Wasser zu gehen. Wer nicht nass werden will oder zwischendurch wieder an Land möchte, kann jederzeit auf den „trockenen“ Wanderweg ausweichen. Große Teile der Strecke sind angenehm schattig, ein prächtiger Tunnel aus Bäumen spannt sich über die Strecke und massive Wurzeln säumen das Flussufer. Da der Weg überschaubar und abwechslungsreich ist, bietet er sich auch für einen Familienausflug an. Der Bet Guvrin National Park: Mystische Reise in die Unterwelt zum „Columbarium“, Grabund Glockenhöhlen Perfekt an heißen Tagen – eine unterirdische Zeitreise in mystische Höhlen: Im Süddistrikt Israels, im Tiefland Judäas, befindet sich der Bet-Guvrin-Marissa Nationalpark. Besonderer Beliebtheit erfreuen sich die zahlreichen Höhlen, die von Besuchern des sich auf fünf Quadratkilometern erstreckenden Parks erkundet werden können. Dabei ermöglichen die verwinkelten Gänge unter der Erde eine willkommene Abkühlung.

Aber auch oberirdisch bietet die Region einiges: Charakteristisch ist ihre sanft hügelige Landschaft aus hellem Kalkstein, die eine Höhe von bis zu 400 Metern über dem Meeresspiegel erreicht, hier befinden sich die antiken Städte Eleutheropolis und Marissa. Besondere kulturelle Highlights auf dem Terrain ist das am Fuße des Tell Marissa liegende „Columbarium“ (lat. Taubenschlag): Diese unterirdische Anlage besitzt mehr als 2.000 Wandnischen, wo in vorchristlichen Zeiten Tauben gezüchtet wurden. Ein besonderes Highlight sind auch die Sidonischen Grabhöhlen mit ihren aufwendigen Wandmalereien, die aus dem dritten und zweiten Jahrhundert vor Christus stammen. Das antike Eleutheropolis verfügt außerdem über ein römisches Amphitheater, welches in byzantinischer Zeit als Markplatz genutzt wurde, sowie über Reste einer Kreuzfahrerfestung und ein römisches Badehaus. Reizvoll sind dort auch die sogenannten Glockenhöhlen, die ihren Namen der glockenähnlichen Form verdanken, aus byzantinischer Zeit stammen und als unterirdische Steinbrüche dienten. Ein besonderes Spektakel bieten dort die vielen Öffnungen an den Decken, durch die tagsüber Licht in das Höhlensystem fällt. Weitere Informationen zum Majrase-Naturreservat finden sich unter: www.parks.org.il

Allgemeine Informationen über das Reiseland Israel finden sich unter https://goisrael.com. Über das Staatliche Israelische Verkehrsbüro in Deutschland: Ob Rundreisen, Städtetrips, Baden, Wellness, Aktiv- und Kulturreisen, Mietwagentour oder Familienurlaub: Das Staatliche Israelische Verkehrsbüro informiert über die verschiedenen Regionen, Städte und Sehenswürdigkeiten im Heiligen Land. Israel liegt im östlichen Mittelmeerraum und ist von den meisten Teilen Europas nicht mehr als vier Flugstunden entfernt. Das Land bietet sonniges Klima, eine große Vielfalt an historischen, archäologischen und religiösen Stätten sowie einen fesselnden Kontrast zwischen Antike und Moderne. In Israel werden Besucher mit traditioneller Gastfreundschaft begrüßt, die bis in biblische Zeiten zurückgeht.

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